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Presse
03.03.2010, 09:35 Uhr | Übersicht | Drucken
Antwort des Kreisvorsitzenden der CDU, Markus Derling, auf den MOZ-Beitrag „Meine Kritik an SPD und CDU“ von Herrn Henning Krüger vom 23. Februar 2010

Frankfurt (Oder) – Sehr geehrter Herr Krüger,

Ihre Kritik über das Procedere der Nominierung von OB-Kandidaten möchte ich als CDU-Kreisvorsitzender zum Anlass nehmen, unsere Sicht der Dinge zu erläutern. Zwar kann ich Ihren Ausführungen demokratietheoretisch noch etwas abgewinnen, sie sind in der aktuellen Situation jedoch wenig praxistauglich.



Für uns als CDU in Frankfurt (Oder) geht es immer darum, eine aus unserer Sicht bestmögliche Politik zu gestalten. Dieser Anspruch gilt auch bei Wahlen. Hier lassen wir uns davon leiten, einen bestmöglichen Vorschlag zu unterbreiten.

Wie Sie und die Öffentlichkeit wissen, hatten wir uns deshalb zunächst darum bemüht, aus den eigenen Reihen den ehemaligen Wirtschaftsminister des Landes, Herrn Ulrich Junghanns, für eine Kandidatur zu gewinnen. Letztlich hat Ulrich Junghanns sich persönlich anders entschieden. Wir haben das zu respektieren.

Mit dem Signal von Herrn Dr. Martin Wilke, für eine Kandidatur bereit zu stehen, gab es für uns mehr als hinreichenden Grund, dies ernsthaft zu prüfen.

Sie deuten in Ihrem Schreiben zumindest an, dass auch Sie Herrn Dr. Wilke für einen respektablen Kandidaten halten. Nach unserer Prüfung in verschiedenen Begegnungen und Mitgliederveranstaltungen ist er sogar hervorragend geeignet. Sowohl wegen seiner Identifikation mit unserer Stadt, seinen Fähigkeiten und Erfolgen als auch von seiner Dynamik, Dinge positiv voran zu bringen. Ihm kann nach der Wahl gelingen, was nicht zu unrecht in der Vergangenheit vermisst wurde: Die Menschen dieser Stadt zusammen zu führen!

Wir sind nicht zuletzt durch die veröffentlichte Meinung in den letzten Jahren immer wieder kritisiert worden, dass wir in der Stadtverordnetenversammlung mit Kooperation ausgrenzen würden. Ich habe diese Kritik nie ganz verstanden, weil es für die politische Handlungsfähigkeit, wie wir wissen, unabdingbar ist, dass man zu Entscheidungen kommt und diese bedürfen in einer Demokratie nun einmal verlässlicher Mehrheiten. Alle die Fraktionen, die signalisiert hatten, daran stetig aktiv mit zu tun, haben sich letztlich kooperativ zusammen gefunden und offensichtlich auch allerhand erreicht. Selbst DIE LINKE räumt heute ein, auch ihrerseits immer wieder die Oppositionsrolle durchaus bewusst gesucht zu haben.

Dr. Martin Wilke tritt aber nun eben auch an, hier als parteiloser Oberbürgermeister Brücken zu bauen. Das ist das richtige Konzept. Wer die Tatsache ins Auge fasst, dass es nach der Wahl immer noch die gleiche Stadtverordnetenversammlung gibt, sollte nach unserem Dafürhalten also einen Kandidaten unterstützen, der tatsächlich eine echte Chance hat, das Vertrauen aller zu gewinnen und zum Mittun zu bewegen, damit unsere Stadt schnell voran kommt.

Das macht Dr. Wilke für uns zum bestmöglichen Kandidaten. Es macht keinen Sinn, dann noch weitere, zweitbeste Kandidaten dagegen zu setzen.

Übrigens: Was soll ein Kandidat, dem wir Unterstützung zusagen, von dieser Zusage halten, wenn wir ihm im gleichen Moment noch einen Gegenkandidaten präsentieren? Auch diese Überlegung führt also zu dem gleichen Ergebnis.

Politische Parteien haben nach meiner Auffassung das Recht, nach offensichtlichen Vernunftgründen zu handeln. Wenn mehrere Partner hier zum gleichen Ergebnis gekommen sind, ist das auch ein Signal an Wählerinnen und Wähler für den Willen der Beteiligten, das Brücken bauen aktiv zu unterstützen. Und es ist wohl auch ein Fingerzeig für die überzeugende Qualität des Kandidaten. Wir haben für den 14. März ein Angebot gemacht und nun ist es an den Frankfurterinnen und Frankfurtern auszuwählen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Markus Derling

Kreisvorsitzender

 

im Auftrag

Mit freundlichen Grüßen

Martina Richter-Rüdiger
Kreisgeschäftsführerin



aktualisiert von Martina Richter-Rüdiger, 03.03.2010, 09:36 Uhr

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