Auf seiner Gesamtmitgliederversammlung am 10. November 2009 hat der Kreisverband der Frankfurter CDU die personellen Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Turnusmäßig war der Kreisvorstand, also die Führungsriege der zurzeit 110 Mitglieder zählenden Partei zu wählen.
Mit einem Ergebnis von 89,3 Prozent der Stimmen wurde Markus Derling (46) im Amt des Kreisvorsitzenden bestätigt.
Neu besetzt wurden die Ämter der stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Hier wurden Anna Angerstein (21) und Robert Fechner (24) gewählt. Beide stehen für die in den letzten Jahren begonnene Verjüngung in der Frankfurter Union. Robert Fechner hat seit mehreren Jahren die Junge Union geführt und Anna Angerstein ist deren Geschäftsführerin. Beide haben maßgeblichen Anteil an deren erfolgreicher Entwicklung. Die Junge Union hat unter Fechner in kurzer Zeit die Zahl Ihrer Mitglieder auf inzwischen weit mehr als 30 fast verdoppelt.
Mit Carola Leschke (51) als Schatzmeisterin, Heinz Adler (66), Heiko Pfarr (32) und Christian Römhild (26) – der als Bundestagsdirektkandidat ein respektables Ergebnis erzielt hatte - als Beisitzer wurden bewährte Kreisvorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Neu im Kreisvorstand sind als Beisitzer Matthias Krämer (32), Leiter der hiesigen Commerzbank-Filiale, Frank Tenbusch (53), Angestellter , Sven-Henrik Häseker (32), Leiter der Pressestelle im Rathaus und der Jurist Peter Haberstock (36).
Den Kreisvorstand komplettieren der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, Thomas Bleck (36) und Oberbürgermeister Martin Patzelt (62) als „geborene Mitglieder“.
In seinem Rechenschaftsbericht dankte Markus Derling dem bisherigen Brandenburger Wirtschaftsminister und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ulrich Junghanns. An die Mitglieder gewandt sagte er, man müsse die persönliche Neuausrichtung letztlich bei allem Bedauern akzeptieren.
Scharfe Kritik übte die Mitgliederversammlung an Ministerpräsident Platzeck und seinem Vorstoß, in Brandenburg mit der Partei Die Linke zu regieren. Die Entscheidung der Brandenburger SPD für Rot-Rot geschah ohne Not und ist leider völlig falsch. Sie wird diesem Land erheblich schaden, das machen bereits sowohl die Personalentscheidungen als auch die Inhalte des Koalitionsvertrages deutlich. Diese Politik ist rückwärtsgewandt, weil sie dem Einzelnen und diesem Land die Chancen und damit die Zukunftsfähigkeit nimmt. Wie schnell dabei die Linke ihre Wahlversprechen verkauft hat, um an die „Fleischtöpfe der Macht“ zu gelangen überrascht zwar nicht, gibt aber hoffentlich bald vielen zu denken.
Derling führte weiter aus: „Die Arbeit der CDU in Frankfurt (Oder) wird in den nächsten Monaten und Jahren geprägt sein von einem Spannungsfeld zwischen der scharfen Auseinandersetzung mit Rot-Rot in Brandenburg und der Suche nach Mehrheiten für unsere Ideen für die Stadt. Hierzu brauchen wir Kooperation mit anderen, damit wir unsere Ziele für Frankfurt (Oder) und unsere Wahlaussagen bestmöglich umsetzen können.“
Jetzt beteilige sich die Frankfurter Union daran, den bestmöglich geeigneten Kandidaten für die OB-Wahl zu finden. Er muss der Stadt dienen wollen und sie voran bringen - durchaus parteiübergreifend. Die CDU-Basis wird in die Kandidatenfindung eingebunden, so wird es dazu am 25. November 2009 eine gemeinsame Zusammenkunft beider Stadtbezirksverbände geben.