Nach der überraschenden Ablehnung des Antrages des Oberbürgermeisters zur Benennung eines “Platzes des Deutschen Einheit” in der Frankfurter Innenstadt zeigt sich die CDU-Fraktion tief enttäuscht. Aus Anlass des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit hatte die CDU zunächst die Initiative ergriffen. Die zuständige Fachkommission stimmte dem Vorschlag zu und der Oberbürgermeister hatte die entsprechende Vorlage eingebracht.
Thomas Bleck, Fraktionsvorsitzender: “Es war unser Anliegen, mit der Benennung eines Platzes an eine der Sternstunden des deutschen Geschichte auch in unserer Stadt zu erinnern und den Bürgerinnen und Bürgern , die auf friedlichem Weg die Einheit der Deutschen erkämpft haben, eine Referenz zu erweisen.”
Noch im Hauptausschuss hatte es eine klare Mehrheit bei Gegenstimmen der LINKEN für die Umbenennung gegeben und es gab vor der Endabstimmung auch keine anders lautenden Signale aus den Fraktionen von SPD sowie FDP/Frauen für Frankfurt/BürgerBündnis.
Thomas Bleck weiter: “Insbesondere nach dem die LINKE in Person des Abgeordneten Frank Hammer in der Debatte durchaus mit einem verschmitzten Lächeln ausgeführt hatte, wir Linke streben die Einheit in einem sozialistischen Deutschland an. Wenn das so weit ist, können wir auf den Antrag noch einmal zurückkommen, ist das ablehnende Stimmverhalten, auch jeweils mehrheitlich von SPD, FDP oder BürgerBündnis für uns völlig unverständlich. Die friedliche Revolution und der Glückfall des Wiedererlangens der Einheit unseres Vaterlandes hätten es verdient, in Frankfurt (Oder) mit einem nicht zweideutigen Straßen- oder Platznamen gewürdigt zu werden.”