CDU Kreisverband Frankfurt(Oder)

Neue Bevölkerungsprognose- Frankfurt (Oder) mit vergleichbar guten Daten und Chancen

Frankfurt (Oder) - Am 27.05.2009 fand die erste Präsentation einer neuen Bevölkerungsprognose für die Stadt Frankfurt (Oder) des Wirtschaftsinstitutes WIMES aus Rostock statt.
Dazu der Fraktionsvorsitzende Thomas Bleck:
Fraktionsvorsitzender Thomas BleckFraktionsvorsitzender Thomas Bleck
„Langfristigen Prognosen vor allem bis in das Jahr 2030, begegne ich mit einer gesunden Portion Skepsis. Dennoch wurde ich bei dieser Präsentation positiv überrascht, weil nicht nur die „nackten Zahlen“ im Vordergrund standen.
Natürlich wird auch Frankfurt (Oder) erwartungsgemäß wie viele deutsche Kommunen in Zukunft Einwohner verlieren. Das liegt leider daran, dass mehr Menschen sterben, als geboren werden.
Doch, und das ist die erste gute Nachricht, geht die aktuelle Prognose von einem geringeren Bevölkerungsrückgang aus, als alle vorliegenden Prognosen z. B. von der Landesregierung oder der Bertelsmann-Stiftung. Die Prognose ist die aktuellste und das Zahlenmaterial und die strukturellen Daten wurden am umfangreichsten ausgewertet. Insofern gehen wir davon aus, dass die vorgestellte Prognose die Verlässlichste ist.
Die strukturellen Daten der Stadt sind besser, als von vielen erwartet wurde. So kann Frankfurt z. B. bei der Anzahl der Kinder bis zum 5. Lebensjahr oder Frauen je 100 Männer im Vergleich zu anderen Städten dieser Größe überdurchschnittlich gute Zahlen vorlegen. Die Stadt bietet einen sehr hohen Versorgungsgrad beispielsweise an medizinischen Einrichtungen. Frankfurt (Oder) ist Universitätsstadt. Täglich pendeln Tausende aus dem Umland nach Frankfurt (Oder) ein, um hier zuarbeiten. Die Anzahl der Schulkinder wird mittelfristig wieder zunehmen. Daraus ergeben sich viele Chancen und Ansatzpunkte auch für die Politik.
Die Prognosen haben sich auch verbessert, weil die Stadt in jüngster Vergangenheit Ansiedlungserfolge in Zukunftstechnologien zu verzeichnen hat. Das bestätigt, dass eine konsequente Ansiedlungspolitik und die Stärkung der einheimischen Wirtschaft Grundvoraussetzung für zukünftigen Erfolg sind.
Aufgrund des großen Einpendlerüberschusses muss die Stadt aber auch attraktiven und bezahlbaren Wohnraum vorhalten und schaffen, um Anreize zum Herziehen zu bieten. Insofern ist es auch wichtig, dass neben Rückbau Neubauvorhaben mit einer verbesserten Wohnqualität im Stadtgebiet verwirklicht werden. Das ist kein Widerspruch. Schon jetzt ist absehbar, und das ist eine weitere erfreuliche Botschaft, dass in einigen Jahren mehr Menschen nach Frankfurt ziehen als wegziehen.
Bedenkt man noch positive Effekte aus dem Zusammenwachsen Frankfurt/ Slubice, hier sollte es in Kürze auch eine gemeinsame Prognose geben, die Ausstrahlung des BBI oder den hoffentlich ein oder anderen Ansiedlungserfolg, dann haben wir alle Chancen, unsere Stadt auf ein stabiles Fundament zu stellen.
 
Die CDU- Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass der eingeschlagene Weg, Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen, konsequent fortgesetzt wird. Des Weiteren werden wir konkrete Maßnahmen vorschlagen, um Einpendler und Studenten nach Frankfurt (Oder) zu holen. Dazu muss aber auch die Lebensqualität in unserer Stadt erhöht und das Image verbessert werden. Das gemeinsame Stadtmarketing Frankfurt/ Slubice ist aus diesem Grunde enorm wichtig. Frankfurt hat Zukunft.“