Presseerklärung des Kreisvorstandes der CDU zum Vorschlag einer Ehrung des Alt-OB Fritz Krause
Mit dem Vorschlag einer Ehrung von Fritz Krause hat die Partei Die Linke eines ihrer früheren Mitglieder öffentlich und dabei natürlich sich selbst ehren wollen. Jetzt muss auch die CDU dazu unfreiwillig öffentlich Stellung beziehen.
Es geht hier um den Amtsträger und nicht die Privatperson und den Menschen Fritz Krause.
Als Amtsträger in dem Zwangsregime der DDR aber hat er als treuer Diener seines Staates im Wesentlichen alle gestellten Machtansprüche des Staates vertreten und den entsprechenden Umgang mit den Menschen zum Maß seines politischen Handelns gemacht.
Nicht nur die Zehntausenden, die gegen dieses Regime auf die Straße gingen, würden sich bei einer solchen Ehrung fragen, ob die Stadtverordneten noch wissen was sie tun.
1989 war es eben dieser Oberbürgermeister, der Jahrzehnte die Staatsdiktatur, gegen die die Bürgerrechtler protestierten, in Frankfurt(Oder) vertreten hat.
Dass eine solche Ehrung von den Opfern dieses Systems als eine Verhöhnung verstanden werden müsste, konnte die Linke von ihrem Vorschlag nicht abbringen.
Zumindest der Gedanke, welchen Imageschaden die Stadt durch eine in Deutschland bekannt werdende Ehrung eines persönlich noch so integeren Diener der Staatsmacht der DDR erleiden würde, hätte die Linke behutsamer mit ihrem politischen Vorstoß umgehen lassen sollen.
Thomas Bleck
Kreisvorsitzender der CDU