In Ihrer gestrigen Fraktionssitzung hat sich die CDU Fraktion mit den Berichten der letzten Tage auseinandergesetzt, wonach mehr und mehr Kinder in Frankfurt (Oder) aus finanziellen Gründen von der Mittagsverpflegung ausgeschlossen werden.
„Es kann nicht sein, dass in einer Stadt wie Frankfurt (Oder) Kinder hungern müssen“, so Fraktionsvorsitzende Carola Leschke.
Die Fraktion hat daher beschlossen, zu einer parteiübergreifenden Initiative aufzurufen, die sich dieses Problems annimmt. „Dieses Thema taugt nicht dazu, dass sich eine Partei profiliert“, so Leschke. „Wir müssen sehen, dass wir schnellstmöglich eine sachdienliche Lösung finden und das ist erfahrungsgemäß nur möglich, wenn die Parteien zusammenarbeiten. Hier geht es um das Kindeswohl und das sollte über parteipolitischen Interessen stehen. Von daher ist es bei uns kein Gedanke, dass alleinig vorantreiben zu wollen“, so Leschke abschließend.
Dazu soll die Verwaltung beauftragt werden, so schnell wie möglich den Sachverhalt zu untersuchen und konkrete Zahlen zu betroffenen Kindern zu präsentieren. Im nächsten Schritt müsse dann ein Modell aufgestellt werden, dass sicherstellt, dass jedes Kind, unabhängig vom sozialen Hintergrund, bzw. der familiären Situation an der Schulspeisung teilnehmen kann.
Die CDU betont gleichzeitig, dass, egal wie die Maßnahmen letztlich aussehen, die Eltern der betroffenen Kinder nicht aus der Verantwortung genommen werden dürfen. Wenn Eltern Ihrer Fürsorgepflicht nicht nachkommen und die Stadt einspringen muss, dann muss geprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, sich dieses Geld an anderer Stelle von den Eltern wiederzuholen. „Es dürfen nicht diejenigen benachteiligt werden, die auch nicht viel haben, aber ihren elterlichen Pflichten vorbildlich nachkommen“, so Carola Leschke.
Carola Leschke
Fraktionsvorsitzende